Das ging schneller als es im Vatikan zu erwarten war:
Spiegel
Rückblickend muss es so gewesen sein:
Der Papst nimmt die Exkommunio eines Bischofs zurück. Das Rücknahmeverfahren steht dabei auf einem völlig anderen Blatt als die Holocaustleugnung- und nimmt seinen Weg über den L'Osservatore Romano bis in die kirchenfernen Medien a la Spiegel. Der Anbiederungsversuch nach rechts wäre unter normalen Umständen allenfalls für eine Randnotiz gut gewesen.
Anschließend gibt dieser Bischof Williamson das unsägliche Interview. Begierig nimmt die Presse diese Steilvorlage auf, der Skandal ist da, die Auflagen steigen, die Talkshows bekommen wieder ordentliche Quoten.
Nun tummlen sich die Kriktiker und ehemaligen WeggefährtInnen von Ranke-Heinemann (der Gustav dreht sich im Grabe um) bis Küng und stimmen in den Chor der "Kreuziget Ihn" - Rufer ein. Was beim Papstbesuch noch wunderbar funktioniert hatte, nämlich das perfekte Zusammenspiel mit den Medien, wird zum Bumerang.
Die ich rief, die Geister, Werd ich nun nicht los..
Die Steinlaus